Erzherzog Karl Salvator von Österreich-Toskana (1839 - 1892)

Der Erzherzog wurde am 30. April 1839 als zweiter Sohn Leopolds II. und Prinzessin Maria Antonia von Neapel-Sizilien in Florenz geboren. Bereits in seiner Jugend begeisterte er sich für militärische und technische Studien.

Seinen Militärdienst versah er zunächst als Inspector der K.u.K. Artillerie im Rang eines Majors des K.u.K. Galizischen Ulanen-Regiments “Kaiser Joseph II.” Nr. 6. Nach Ausbruch des Sardinischen Krieges 1859 verließ er Florenz und nahm nun in seinem Posten als Major des K.u.K. Galizischen Ulanen-Regiments “Kaiser Joseph II.” Nr. 6 am Feldzug teil. Noch im gleichen Jahr wurde er zum Oberstleutnant ernannt und avancierte im folgenden Jahr zum Oberstinhaber des k.u.k. Galizischen Infanterie Regiments “Philipp Herzog von Württemberg” Nr. 77, das fortan seinen Namen trug. 1886 schied er im Rang eines Feldmarschallleutnants aus gesundheitlichen Gründen aus dem aktiven Militärdienst aus.

In den folgenden Jahren widmete sich der Erzherzog verstärkt der Waffentechnik. Gemeinsam mit Georg Ritter von Dormus konstruierte er eine Mitrailleuse, die von Skoda produziert in das Arsenal der K.u.K. Armee aufgenommen wurde und erst 1907 durch das Maschinengewehr Schwarzlose abgelöst wurde. Außerdem entwickelte er das vermutlich erste Selbstladepistolensystem der Welt, die „Repetierpistole System Carl Salvator und Georg Ritter von Dormus“.

Er heiratete am 19. September 1861 Prinzessin Maria Immaculata von Neapel-Sizilien und verstarb am 18. Jänner 1892 in Wien. Sein Grabmal befindet sich in der Ferdinandsgruft der Wiener Kapuzinergruft.